BG Litzendorf – TS Lichtenfels 97:70 (52:33) Kommentare deaktiviert für BG Litzendorf – TS Lichtenfels 97:70 (52:33)

Posted 21 Februar, 2010 in Herren

BG Litzendorf – TS Lichtenfels 97:70 (52:33)

Beschämende drei Minuten im zweiten Viertel haben der TS Lichtenfels eine deutliche Niederlage beim Aufsteiger aus Litzendorf beschert.

Dabei fing es gut an für die Korbstädter. Durch aggressives Rebounden kamen Tobias Neuberger und Sebastian Leicht zu einfachen Zählern. Mit 2:7 hatten die TS´ler den besseren Start. Dieser Vorsprung wurde erst in der Schlussminute des ersten Viertels eingebüßt. Bis dahin überzeugten die Lichtenfelser, die frühzeitig durchwechselten, vor allem defensiv. Auch die Pressverteidigung der Hausherren wurde recht ansehnlich umspielt.

Im zweiten Viertel liefen die Gäste einen knappen Rückstand hinterher, der durch zwei Dreier von Jürgen „Käptn“ Reinlein und Leicht sowie sechs Zählern von Aggressivleader Neuberger durchaus aufholbar schien (35:33/18.Min.). Doch die folgenden drei Minuten bis zur Halbzeitpause waren für die TS´ler ein wahres Trauma. Eine 17:0-Serie sollte die Hoffnungen der Korbstädter auf einen Erfolg auf den Nullpunkt sinken lassen. Keine Aggressivität, viele Ballverluste, zu hektisches Aufbauspiel waren die Ursachen für diese Krisensituation, die in einer knackigen Halbzeitansprache von Spielertrainer Leicht mündete.

Dass die Lichtenfelser durchaus in der Lage sind, spielerisch dagegenzuhalten, bewiesen sie wieder zu Beginn der zweiten Halbzeit. Eine 9:1-Serie zugunsten der TS´ler ließ den Rückstand plötzlich wieder auf 53:42 (23.Min.) schmelzen, doch die Hausherren um May und Augustin kamen immer wieder zu freien Würfen, die stets ihr Ziel fanden. So bauten die heimstarken Aufsteiger ihren Vorsprung wieder auf 24 Zähler aus – die Vorentscheidung.

So entwickelte sich das Schlussviertel für beide Teams zum Schaulaufen. Die Gäste hatten durchaus die Möglichkeit, das Ergebnis erträglicher zu gestalten, doch durch fehlendes Verschieben der Zonenverteidigung gestattete man Augustin allein im letzten Abschnitt fünf Dreier – ein No-Go auf diesem Niveau.

Fakt ist, dass die Verletzung von Benedikt Bechmann auch durch die Leistungssteigerungen von Neuberger, Simon Bechmann und Stefan Hofmann nicht zu kompensieren ist. In den abschließenden vier Spielen – darunter gegen die beiden Aufstiegsanwärter BBC Coburg und Post-SV Bamberg – sind zwei Siege Pflicht, um den bitteren Gang in die Bezirksklasse zu vermeiden. Doch angesichts der zuletzt gezeigten Leistungen ist der Klassenerhalt mehr Wunschdenken als Realismus.

TSL: Neuberger (22 Punkte/1 Dreier); Leicht (18/1); Vogel (7); Kräußlich (6); S. Bechmann (6); Hofmann (5); Girg (3); Reinlein (3/1)